Chronik

 der

 Kleingartenanlage

 „Wettinbrücke“

 gegründet 1986

für die Jahre 1986 bis 2000

von Joachim Zeibig

 

 

 

 

Inhaltsverzeichnis

 

 Seite   4        Einleitung                                                                           

           4         erste Versammlungen- erste Dokumente      

           5         vom schweren Anfang

           6         Materialprobleme

           6         die ersten Gartenvergaben

           6         Aufwendige Vorstandsarbeit, erste Kündigungen

            7         Wasser - und Elektroenergieversorgung

            7         Patenschaft

            8         Hoher Besuch mit propagandistischem Hintergrund

            9         Das große Kommen und Gehen

            9         Ehrungen

            9         Wendezeit - nicht für den Vorstand

           10        Stadtverband Leipzig der Kleingärtner e.V.

           10         Bundeskleingartengesetz

           11         Baugenehmigungen

           14         Währungsunion

           14         Festlichkeiten

           18         Gemeinschaftsarbeit und Nachbarschaftshilfe

           19         Einige Worte zur Arbeit eines ersten Vorsitzenden

           20         Vereinsjubileum

           24          Das Jahr danach

           26         90. Jahrestages der Gründung des „Verbande der „Garten- und Schrebervereine“, Sitz Leipzig

           27         Im Jahre 1999

           29         Wir werden privatisiert

           30         Das Jahr 1999

           30         Kinder- und Sommerfest

           38         Skatturnier

           39          Bodenbeprobung durch UMWELT-Consult e.V.

           39         Jahreshauptversammlung 1999

           40         Das neue Jahrtausend

 

Seite    40        Plötzlicher Abschied von Karl Träger  ?

            40        Gartenjahr 2000

            41        Gartenbegehung     

            41        Der Abschluß der Bodenbeprobung

            42        Kinder- und Sommerfest

            43        Sicherheitspartnerschaften

            43        Jahreshauptversammlung 2000

            43                Schlußwort

 

 

 

 

Anlage

Seite     I         Ehemalige und amtierende Vorstandsmitglieder

             1986 – 2000

             Die ersten Vorsitzenden                  1986 - 2000

             Stellvertretend Vorsitzende             1986 - 2000

             Der amtierender Vorstand               2000

II         Beste Kleingärtner                           1996 - 2000

             Mitglieder des ehemaligen Sicherheitsaktives

             Mitglieder des ehemaligen Bauaktives

            Wissenswertes über Kleingärten der Stadt

III         Entwicklung des Schreber- und Kleingartenwesens

V          Die Gründer der Kleingartenbewegung

 

 

1. Einleitung

 

 

Als ein Prestigeobjekt zu „Ehren des 11. Parteitages der SED“ wurde vom Rat der Stadt Leipzig dem Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter (VKSK) gestattet auf dem verwilderten Gelände nördlich der Sportanlage “Wettinbrücke“, südlich der Weißen Elster, östlich der Gartenanlage „Mariengrund“ sowie westlich des Marienweges eine neue Kleingartenanlage  zu schaffen, um die damalig hohe Nachfrage nach einem Kleingarten besser befriedigen zu können.

Bis 1945 war das Gelände im Besitz des Freiherrn von Fuchs - Nordhoff, dem das Gut in der Bucksdorffstraße gehörte, welches heute ein Kinderheim beherbergt. Unser jetziger „Pappelweg“ führte mit einer kleinen Brücke über die Weiße Elster zum Gut und wurde als Kutschweg und zum Austreiben der Pferde genutzt, die auf unserem jetzigen Gelände weideten. Nach der „Wende“ erhielt die Erbengemeinschaft nach Freiherrn von Fuchs- Nordhoff alle ihre Rechte zurück. Eine Klausel im „Einigungsvertrag“ schützt aber unsere Anlage und wurde in die Pläne der Stadt Leipzig als „Dauerkleingartenanlage“ eingetragen, obwohl wir damals noch keinen eigenen „Zwischenpachtvertrag“ vom Stadtverband Leipzig der Kleingärtner e.V. erhalten hatten.

                                                                                                          

2. Erste Versammlungen - erste Dokumente

 Eine erste Versammlung von interessierten Bürgern an einem Kleingarten war am 29.Mai 1986.An ihr nahmen auch der Vorsitzende und die 1.Sekretärin des Stadtvorstandes Leipzig Nord des VKSK Herr Schulze und Frau Ueberschär teil. In dieser Versammlung wurde allen Anwesenden mitgeteilt, welches Objekt für die neue Gartenanlage zur Verfügung gestellt wird und wie die Bedingungen für den Erwerb eines Gartens sind. Es wurde dargelegt, daß zur Schaffung eines finanziellen Fonds pro Parzelle 300, -M als Einlage zu entrichten sowie 100 Stunden unentgeltliche Arbeitsleistungen für den Aufbau der Anlage zu leisten sind.

Das erste Dokument der Kleingartensparte, die den Namen „Wettinbrücke“ erhielt, ist ein Schreiben des damaligen ersten Vorsitzenden Gartenfreund Walter Lange (der aber nur kurze Zeit amtierte) vom 14.7.1986 an den Bezirksvorstand des VKSK in Leipzig. Es beinhaltet den Hinweis, daß am 29.5.1986 die Gründungsversammlung der neuen Kleingartensparte „Wettinbrücke“ stattgefunden hat, und daß keinerlei Projekte für die Sparte in schriftlicher Form vorlägen! Ein Protokoll der Gründungsversammlung ist nicht in unserem Besitz.

In einem Antwortschreiben vom 24.7.1986 schrieb der Bezirksvorstand Leipzig des VKSK, daß bei Ihnen noch keine Unterlagen zur Bestätigung eingereicht worden sind, aber die städtebauliche Bestätigung vom Stadtbauamt und dem Büro des Stadtarchitekten beim Rat der Stadt Leipzig vorliegt, die erforderlichen Genehmigungen von der Staatlichen Gewässeraufsicht, Feuerwehr, Energiekombinat, Hygeneinspektion usw. müßten aber noch vom Rat der Stadt Leipzig eingeholt werden.

                                                                                                           

3.Vom schweren Anfang

Die ersten neuen Mitglieder des VKSK begannen mit der Pionierarbeit im Gelände der neu geschaffenen Kleingartenanlage. Doch wie sah dieses aus! ? Es bestand aus etwa einem Drittel Unland, d.h., es mußte total kultiviert werden. Angehäufte Stein -,Kies - und Schutthaufen unterschiedlichster Höhe, mit hohem Unkrautbewuchs, mußten abgefahren und Muttererde angefahren und aufgetragen werden. Nach dem Krieg war das Gelände zum Teil als Schuttplatz genutzt worden. Eine Planierung mit schwerer Technik war unumgänglich. Das zweite Drittel wurde als Ödland eingestuft und nur das letzte Drittel war Gelände, welches schon durch Grabelandpächter kultiviert war. Die Kosten für die Beräumung und Planierung wurden auf ca. 250 Tausend Mark geschätzt. Dazu kamen noch die Kosten für das Anfahren und Aufbringen der Muttererde. Die finanziellen Mittel wurden dafür vom Rat des Stadtbezirkes Leipzig Nord und vom Bezirkslandwirtschaftsrat der Regierung der DDR bereitgestellt.

Ein Teil des ehemaligen großen Parkplatzes wurde ebenfalls der Sparte zugesprochen.
 

                                                                                                            

4. Materialprobleme

Das größte Problem stellte die Beschaffung von Material für die Einzäunung in Form von Betonsäulen und Maschendraht dar. Diesen gab es in der benötigten Höhe von 1,60 m, aber nur als blankes Eisengeflecht ohne jeden Rostschutz zu kaufen, Maschendraht in einer Höhe von 1,00 m, für die Inneneinzäunung der Parzellen, war nicht zu beschaffen. Da wurde kurzer Hand der 1,60 m hohe Maschendraht geteilt, so daß nun 0,80 m hoher Draht zur Verfügung stand. Not machte erfinderisch und die „gelernten DDR-Bürger“ wußten zu improvisieren!

                                                                                                         

5. Die ersten Gartenvergaben

Als die Vorbedingungen mit der Vermessung, Parzellierung, Einzäunung und des groben Wegebaus so weit abgeschlossen waren, wurden die ersten Parzellen vergeben. Alle ehemaligen Grabelandpächter wurden, soweit sie es wünschten, möglichst auf ihrem ehemaligen Grabeland mit einem Garten bedacht.                                                                                                           

                                                                                                           

6. Aufwendige Vorstandsarbeit - die ersten Kündigungen

Ende 1986 gab es schon eine umfangreiche Veränderung im Vorstand, da der erste und der zweite Vorsitzende aus dem VKSK austraten. Den Vorsitz übernahm nun Gartenfreund Joachim Zeibig. Die ehemalige Schriftführerin wurde stellvertretende Vorsitzende. Gartenfreund Karl Träger übernahm das Ehrenamt eines Vorsitzenden des Konfliktausschusses. Dieser Ausschuß sollte Rechts - und Nachbarschaftsstreitigkeiten schon innerhalb der Gartenanlage bereinigen.

                                                                                                           

7.Wasser - und Elektroenergieversorgung

Ende Mai 1987 war dann endlich auch die Wasserversorgung der Anlage geklärt. Trinkwasser sollte durch drei Zapfstellen jeweils auf den Hauptwegen

bereitgestellt werden. Für Brauchwasser war eine eigene Brunnenanlage geplant worden. Zu diesem Zweck wurden auf dem Gelände, auf dem jetzt die Gemeinschaftslaube steht, zwei Brunnenschächte in eine Tiefe von 10 m gebohrt und abgetäuft. Die „Wende“ brachte aber plötzlich auch auf dem Wassersektor einen völligen Umschwung. War erst keine Kapazität an Trinkwasser vorhanden, um jeden Garten mit einer eigenen Zapfstelle zu versorgen, wurde dies uns nun plötzlich genehmigt, so daß die für das Brauchwasser vorgesehene  Wasserleitung der Kleingartenanlage, an das Trinkwassernetz angeschlossen werden konnte. Das Projekt einer Eigenversorgung mit Brauchwasser war damit vom Tisch und verschwand in den Schubladen. Die Gartenanlage hatte aber schon Kessel, Pumpen, Manometer, Ventile usw. gekauft. Diese wurden aber nun nicht mehr benötigt und niemand wollte uns diese Teile abkaufen! So wurden sie nach und nach verschrottet und auf dem Gelände des Pumpenhauses wurde unsere Gemeinschaftslaube errichtet.

Parallel mit dem Wasserprojekt wurde auch die Anlage zur Versorgung mit Elektroenergie vorangetrieben. Unzählige Arbeitsstunden zum Schachten des Kabelgrabens, für die Verlegung des Kabels und das Verfüllen wurden durch die Mitglieder der Gartenanlage geleistet. Zur finanziellen Absicherung wurde noch einmal eine Umlage in Höhe von 300, - M von den Mitgliedern eingezahlt. Es bildete sich eine Wasser - und eine Stromgemeinschaft.

                                                                                                          

8. Patenschaft

In der Zeit der großen Mangelwirtschaft war es schwer möglich, an Baumaterialien jeglicher Art heranzukommen. So waren wir froh, daß der VEB  Baustoffversorgung Leipzig mit uns einen Patenschaftsvertrag  abschloß. Dieser sah vor, daß unsere Gartenanlage im Rahmen der Möglichkeiten vorrangig mit Baumaterial versorgt werden sollte. Für 10 Gartenfreunde gab es ein Kontingent an Gasbetonsteinen, welche diese aus dem Betonwerk Laußig selbst abholen mußten. Sie konnten aber wenigstens schon mit dem Bauen der Gartenlaube beginnen. Balken und Bretter wurden z.T. aus Abbruchhäusern zusammengetragen, da es Holz noch weniger gab.

Unser Gartenverein vergab, als Gegenleistung an Kollegen der Baustoffversorgung, vorrangig Gärten.

Später konnten interessierte Gartenfreunde Fertigteillauben der Typen GL 17 und GL 19 sowie B 22 und B 26 bestellen. Diese vier Typen waren für unsere Kleingartenanlage im Generalbebauungsplan zur Aufstellung vorgesehen  und wir mußten dies einhalten.                                       

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                     

9. Hoher Besuch mit propagandistischem Hintergrund

Als sich die Struktur der neuen Kleingartenanlage gefestigt hatte und sich schon die ersten Konturen abzuzeichnen begannen, meldete sich der damalige Oberbürgermeister Dr. Seidel mit den ersten Sekretären der SED - Stadt- und Stadtbezirksleitung Leipzig Nord, den Vertretern des Stadtbezirkes Leipzig Nord mit den Stadtbezirksbürgermeistern und Stadträten sowie der Leitung des VKSK für den 26.6.1987 zu einer Anlagenbegehung mit Übergabe von Nutzungsverträgen an acht Familien an. Es sollten vorrangig Arbeiter - bzw. kinderreiche Familien sein. Dies war der Wunsch bzw. die Forderung der „Obrichkeit“. Die Wege, welche zur Anlage führten, sowie diese selbst, wurden durch Sicherheitskräfte in Zivil gesperrt und überwacht. Es durften nur die namentlich bekannten und vorher gemeldeten Gäste an der Anlagenbegehung sowie an der Übergabe der Nutzungsverträge teilnehmen. Vor Beginn der Veranstaltung erhielt Gartenfreund Zeibig ein Protokoll, welches den Ablauf genau festlegte.

Der erste Vorsitzende der Anlage begrüßte alle Gäste und führte in seiner Begrüßungsansprache u.a. aus:

„Die fleißige Arbeit von allen Mitgliedern ermöglicht den heutigen Stand der Aufbauphase in unserer Kleingartenanlage. Die Konturen zeichnen sich schon ab. Bis jetzt wurden ca. 3 350 Stunden geleistet. Dazu kommen noch die vielen Stunden der Vorstandsmitglieder für die Organisation und die Spartenverwaltung!“

Der Dank für die finanzielle Hilfe vom Stadtbezirk Leipzig Nord sowie vom Rat der Stadt Leipzig wurde abgestattet, aber auch unsere Sorgen und Nöte  bei der Gestaltung und dem Aufbau unserer Anlage aufgezeigt.

In den Gegenreden lobte man unser Engagement sowie die fleißige Arbeit aller Gartenfreunde, die in sehr kurzer Zeit das verwahrloste Gelände in eine Kleingartenanlage verwandelt hatten und versprach uns weitere Hilfe. Mit zwanglosen Gesprächen endete der Besuch.

Die Leipziger Volkszeitung brachte in einer der nächsten Ausgaben unter dem Titel: „Bald ein Labsal für das Auge“, einen kurzen Artikel über unsere Anlage und den Besuch der Partei - und Kommunalfunktionäre.

                                                                                                             

 10. Das große Kommen und Gehen

In den Wirren des Neuaufbaus war auch in unseren Mitgliederbeständen ein großes Kommen und Gehen. Viele interessierte Gartenfreunde konnten den Neuaufbau der Anlage nicht mitgestalten und mußten aus den unterschiedlichsten Gründen, oft schon nach kurzer Zeit, wieder ihre Mitgliedschaft, manchmal schon mit einem Garten  bedacht, kündigen. Mit der Zeit stellte sich aber ein Stamm von Mitgliedern ein, der mit wenigen Ausnahmen noch heute vorhanden ist.

Der Vorstand wechselte in dieser Zeit sehr oft. Vor allem der zweite Vorsitzende mußte oft  ersetzt werden. Eine mangelhafte Bereitschaft der Mitglieder zur Übernahme von gesellschaftlicher Arbeit im Vorstand für die Verwaltung der Gartenanlage, stellte uns immer wieder vor große Probleme. Es mußte immer eine große Überzeugungsarbeit durch die Vorstandsmitglieder geleistet werden, damit die verwaisten Funktionen im Vorstand wieder aufgefüllt werden konnten und dieser arbeitsfähig blieb!

                                                                                                                

 11. Ehrungen

Im Jahre 1988 wurde die Gartenanlage anläßlich des 6. Verbandstages des VKSK mit einer Ehrenurkunde und im gleichen Jahr für „Hervorragende Leistungen im Wettbewerb“ ebenfalls mit einer Urkunde ausgezeichnet. Im Jahre 1989 wurden 12 Gartenfreunde vom VKSK anläßlich des 30. Jahrestages seines Bestehens mit Urkunden, Ehrengeschenken und Medaillen geehrt. Als beste Kleingärtner wurden die Gartenfreunde Marziniak und Sauter ausgezeichnet.

                                                                                                             

12. Wendezeit - nicht für den Vorstand!

Die Zeit der „Wende“ brachte für unsere Anlage auch große Probleme mit sich. Der VKSK hörte auf zu existieren und es mußten, nach altem deutschen Vorbild, wieder Vereine gegründet werden. Auch wir gehorchten der Zeit und gründeten unseren Kleingartenverein  „Wettinbrücke“ e. V. und wurden unter der Nummer 174 beim Vereinsgericht registriert. Eine neue Satzung mußte erstellt werden. Der erste und zweite Vorsitzende, der erste Kassierer sowie der erste Schriftführer sind nun die rechtskräftigen Vertreter des Vereins in allen Fragen.

                                                                                                            

13. Stadtverband Leipzig der Kleingärtner e.V.

Alle interessierten existierenden Gartenvereine des Stadtgebietes Leipzig konnten und sollten nach der Gründung des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner e. V., zum Schutz und der besseren gemeinschaftlichen Vertretung ihrer Interessen, diesem beitreten. Am Samstag, den 29.September 1990 fand im Vereinshaus der Siedlung „Meusdorf“ e. V. der erste Verbandstag statt. Hier wurden die ersten gemeinsamen Ziele abgesteckt und der Vorstand gewählt. Alle ersten Vorsitzenden der Mitgliedervereine gehören als erweiterter Vorstand zur Leitung des Stadtverbandes. In unregelmäßiger Zeit tritt diese Leitung des Stadtverbandes zu ihren Vorstandssitzungen zusammen. Hier werden auch die Schulungen zu den neusten Gesetzlichkeiten usw. durchgeführt. Der Stadtvorstand leistet auch durch Organisation von Exkursionen, Schulungen für Fachberater, Kassierer und von Rundtischgesprächen für die Vereinsvorsitzenden eine gute Arbeit. Die Vogelschutzwarte in Leipzig sowie die Schreberjugend erhalten ebenfalls eine gute Unterstützung. Für die Vereine werden regelmäßig Fachvorträge angeboten. Der Stadtvorstand übernimmt auch die Verhandlungen zu den privaten Verpächtern über die weiteren Beziehungen mit den entsprechenden Vereinen sowie dem Pachtzins. Die Zusammenarbeit zwischen dem Verband und dem Grünflächenamt der Stadt Leipzig Abteilung Kleingarten steht auf einem hohen Stand. Alle anstehenden Probleme konnten bis jetzt zur gegenseitigen Befriedigung geklärt werden. Nach Abschluß des Generalpachtvertrages zwischen dem Grünflächenamt als Generalverpächter der kommunalen Flächen und dem Stadtverband Leipzig der Kleingärtner e. V. als Generalpächter wurden auch die Weichen für den Abschluß von Zwischenpachtverträgen zwischen dem Verband und den einzelnen Vereinen geschaffen. Die unterste Ebene stellt dann der Einzelpachtvertrag zwischen den Vereinen und den einzelnen Gartenfreunden dar. Die Zwischenpachtverträge für Vereine auf privatem oder kirchlichen bzw. Gelände welches der DB - AG gehört, werden nach weiteren Verhandlungen mit den Verpächtern hoffentlich bald folgen. Zusammenarbeit besteht auch zur „Ersten Allgemeinen Versicherungs  Gesellschaft“, mit der auch ein Rahmenvertrag für Gartenversicherungen preiswert abgeschlossen werden konnte.

                                                                                                           

14. Bundeskleingartengesetz

Mit dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland wurde automatisch auch das Bundeskleingartengesetz  (BKleingG)  amtierendes Recht für alle Kleingartenanlagen im Beitrittsgebiet „Ost“. Da dieses Gesetz aber nur für die alten Bundesländer zugeschnitten war, mußte es durch zusätzliche Paragraphen erweitert werden, da durch das Gesetzeswerk der DDR einiges anders geregelt war, das nun unseren Kleingärtnern nicht zum Nachteil werden durfte. Dies betrifft z.B. die Laubengrößen und deren Ausstattung. Waren in der DDR Lauben bis zu 26 qm bzw. 30 qm, bei kinderreichen Familien, Kleintierzüchtern und Imkern gestattet, darf heute nach dem BKleingG nur noch bis 24 qm mit überdachtem Freisitz und in einfachster Ausführung (ohne Strom und Wasser) gebaut werden.

Alle Baulichkeiten, die vor der „Wende“ ordnungsgemäß genehmigt und errichtet worden waren, haben aber weiterhin Bestandsschutz. Ein großer Wert wird auf eine kleingärtnerische Nutzung des Gartens gelegt. 1/3 bis ¼ des Gartens muß kleingärtnerisch genutzt werden, um nicht die kleingärtnerische Gemeinnützigkeit und damit den Schutz des BKleingG zu verlieren. Damit würde der Verein der Willkür des Verpächters ausgeliefert der dann die Pachten für reine Erholungsgärten auf  bis zu 1,20 DM pro qm heraufsetzen könnte! Dieser Gefahr können wir uns nicht aussetzen und müssen diese Forderung des BKleingG bei allen unseren Gartenfreunden durchsetzen. Jeder Gartenfreund ist doch wohl in der Lage in einem Teil seines Gartens etwas Gemüse und Kräuter anzubauen sowie Obstbäume oder Beerensträucher zu pflanzen.

                                                                                                             

15. Baugenehmigungen

Nach der Gründung der Kleingartensparte wurde vom Büro des Stadtarchitekten beim Rat der Stadt Leipzig ein Bauaktiv für die Sparte berufen, das die Genehmigungsverfahren beim Bau der Lauben eigenverantwortlich regeln sollte. Gartenfreund Hirschmüller, ein Bauingenieur, war der Vorsitzende. Später durfte dieses Bauaktiv nicht mehr tätig sein und die nötigen Genehmigungen wurden nur noch vom Stadtbezirk Leipzig Nord gegen Gebühren erteilt. Jetzt sind wir als Vorstand, durch neue Gesetzlichkeiten, wieder in der Lage, schriftlich gestellte Anträge zu bearbeiten und Genehmigungen zu erteilen oder müssen diese, bei Verstößen gegen das BKleingG, versagen. Alle Baulichkeiten in einem Kleingarten, auch die Aufstellung von Badebassins, sind genehmigungspflichtig. Dies wurde uns bei der im August 1995 stattgefundenen Begehung der Anlage durch das Grünflächenamt und dem Stadtverband der Kleingärtner e.V. Leipzig mitgeteilt!

 

Die ersten Laubenfundamente werden gegossen.

                          Beim Wegebau

 Bei dem Besuch der Partei - und Staatsfunktionäre am 26.Juni 1987 in unserer Anlage war auch ein Reporter der Leipziger Volkszeitung mit dabei. Sein Artikel stand in den nächsten Tagen in der LVZ.

  

 

16. Währungsunion

Als unsere Konten von Mark der DDR in Deutsche Mark im Verhältnis von 2:1 umgetauscht wurden, stellte man natürlich auch das Spartenkonto 2:1 um.

                                                                                                

17. Festlichkeiten

Seit der Gründung der Sparte im Jahre 1986 wurde in fast jedem Jahr ein Kinder - und Sommerfest für die Kinder, unsere Mitglieder und deren Gäste veranstaltet. Leider finden sich für die Organisation und Durchführung der Feste nur immer die gleichen Helfer ein. Der andere Teil der Mitglieder möchte nur Zuschauer und Nutznießer sein.

Bei der Durchführung der Kinder - und Sommerfeste haben wir stets gute Unterstützung durch die Mitarbeiter der Sportanlage „Wettinbrücke“ (ehemals KMU). Sie stellen uns regelmäßig die Toiletten sowie die Luftgewehrschießanlage und die Kegelbahn, gegen eine geringe Gebühr, zur Verfügung. Hiermit möchte ich vor allem Herrn Jungen für seine tatkräftige Hilfe und Unterstützung bei der Durchführung unserer Gartenfeste danken!

Die Versorgung mit Speisen und Getränken wurde von den Gastwirten der Vereinsgaststätten „Burgaue“ oder „Mariengrund“ abgesichert, die auf dem Festplatz ihre „Zweigstellen“ errichteten. Im Jahr der Währungsunion taten sich die Mitglieder schwer, das neue Geld beim Wirt wieder abzugeben. Nun hat sich alles wieder normalisiert und die Wirte verdienen wieder gut an unseren Gartenfreunden, das Geld sitzt wieder lockerer!

Mit einfachsten Mitteln und auch neuer Technik (Videovorführungen) werden die Kinder zufriedengestellt. Fahrten mit der Parkeisenbahn erfreuen immer wieder die Kinderherzen. Seit unsere Gemeinschaftslaube fertiggestellt ist, kann diese auch für private Feierlichkeiten gegen eine geringe Nutzungsgebühr gemietet werden. Auch Skatturniere wurden schon in der Gemeinschaftslaube ausgespielt.

 Beim ersten Gartenfest                                        Der Festplatz mit Getränke- und Losbude

  Frau Frantzius am ersten Second- Hand- Stand

  Nach Rodearbeiten Abfallhaufen in Masse

 

 „Produktionsberatung“

                                                                                                                  

18. Gemeinschaftsarbeit und Nachbarschaftshilfe                    

Am Anfang waren es 100 Stunden, die zum Neubeginn abgeleistet werden mußten, um Anwärter auf eine Parzelle zu werden. Samstags, Sonntags und in der Woche nach Arbeitsschluß wimmelte es von Helfern. Es wurde nur gearbeitet, keine Frühstücks - oder Bierpausen abgehalten. Jeder packte bei jeder Arbeit, im Rahmen seiner Fähigkeiten und Fertigkeiten zu. Die Löcher für die Betonsäulen wurden gegraben, da kein Handbohrer in den steinigen Boden eindringen konnte. Dies bedeutete Schwerstarbeit! Nach dem Einbetonieren der Säulen wurden der 1,60 m hohe Maschendraht verflochten, am Spanndraht befestigt und bildet nun ein Endlosgeflecht. Viele Schachtarbeiten mußten ebenfalls mit der Hand erledigt werden, da der Boden schon ab ca. 40 cm Tiefe nur aus aufgeschütteten Schutt - und Ascheboden besteht.

Heute sieht es bei unseren nur noch 15 Pflichtstunden ganz anders aus. Von Anfang Mai bis Ende September werden unsere Arbeitseinsätze durchgeführt. Am Anfang des Jahres werden durch den Vorstand entsprechende Voraussetzungen dafür in die Wege geleitet. Materialkauf vorbereitet, Arbeitseinsatzleiter für spezielle Arbeiten gesucht und eingewiesen. In den allgemeinen Arbeitseinsätzen werden auch nur noch allgemeine Pflegearbeiten durchgeführt, die aber leider oft nur mangelhaft genutzt werden. Oft stehen die Arbeitseinsatzleiter allein oder mit nur wenigen Helfern da. Größere Arbeiten können da kaum erledigt werden. Auch läßt die Arbeitsmoral bei einigen Gartenfreunden zu Wünschen übrig. Es werden zu viele Bier - oder Unterhaltungspausen gemacht.

Die Nachbarschaftshilfe im Anfangsstadium der Anlage war hervorragend. Man half einander, auch unaufgefordert, obwohl jeder Gartenfreund mit seinem eigenen Garten zu tun hatte. Es war eine Selbstverständlichkeit einander beim Ausschachten oder Betonieren des Fundamentes für die Gartenlaube zu helfen. Die Gartenwege waren für die Versorgungsleitungen aufgeschachtet, es war kaum Platz zum gehen. Unter diesen schlechten Bedingungen mußten die neuen Pächter per Hand  ihr Baumaterial zum Garten transportieren. Dies ist heute für die neuen Gartenfreunde unvorstellbar.

Für ausgezeichnete Nachbarschaftshilfe wurden die Gartenfreunde Siegfried Geiger, Joachim Mützelburg und Peter Spoddeck 1989 vom VKSK mit einer Ehrenurkunde oder einem Ehrengeschenk ausgezeichnet. Die hervorragende Einsatzbereitschaft ist geblieben. So arbeitete z.B. Gartenfreund Mützelburg jahrelang als Vorsitzender des Sicherheitsaktives unserer Sparte und schlug sich mit anderen Gartenfreunden manche Nachtstunde um die Ohren, weil Unheil von unserer Gartenanlage ferngehalten werden  und durch vorbeugende Streifentätigkeit, den immer aggressiver und brutaler vorgehenden Dieben eine abschreckende Präsenz entgegengestellt werden sollte. Gartenfreund Mützelburg arbeitet jetzt, nach Auflösung des Sicherheitsaktives, als

 

Geschäftsführer der Wassergemeinschaft ebenfalls wieder hervorragend zum Nutzen aller Vereinsmitglieder und opfert viele Stunden für Reparaturen und Pflegearbeiten am Wassernetz sowie den Verwaltungsaufgaben der Wassergemeinschaft. Dem Gartenfreund Mützelburg, stellvertretend für viele ehrenamtliche Helfer, an dieser Stelle einmal ein großes Dankeschön für die unermüdliche Arbeit zum Nutzen aller Vereinsmitglieder!

                                                                                                                 

19. Einige Worte zur Arbeit eines ersten Vorsitzenden

Seit Ende 1986 hat Gartenfreund Joachim Zeibig die „Amtsgeschäfte“ als erster Vorsitzender in seinen Händen. Er erhielt bei Wahlen des Vorstandes immer wieder das Vertrauen der Mitglieder. Unzählige Stunden werden in jedem Monat für die Weiterbildung sowie die Verwaltungsaufgaben des Vereins geopfert. Der Geschäftsverkehr (außer Finanzen und Revision ) gehen durch seine Hände. Mit dem, einmal als Spielcomputer gekauften C=64 und später mit einem privaten PC werden fast alle Verwaltungsaufgaben erledigt. Alle Schulungen und Sitzungen im erweiterten Vorstand des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner e.V. werden im Rahmen des Schichtrythmusses durch Diensttausche oder Urlaubstage oder wenn nötig durch Vertretung eines anderen Vorstandsmitgliedes wahrgenommen, um alle Ratschläge, Hinweise und neue Richtlinien oder Gesetze schnell zu erfahren und in unsere Arbeit einfließen zu lassen. Oft sind Entscheidungen, die der erste Vorsitzende gegenüber von Minderheiten im Verein treffen muß, unpopulär, aber im Interesse der Mehrheit des Vereins nötig, um dem BKleingG gerecht zu werden. Einige Gartenfreunde wollen manchmal durch Eigenmächtigkeiten das BKleingG untergraben und aushöhlen. Da mit der Einhaltung dieses Gesetzes aber die Anerkennung als gemeinnütziger Kleingartenverein, sowie die steuerliche Gemeinnützigkeit abhängt, muß gegen diese Gartenfreunde, zum Nutzen aller anderen Mitglieder, mit allen Mitteln, die uns unsere Satzung auferlegt, vorgegangen werden und dies muß jedem Gartenfreund klar sein. Jedes Mitglied hat seine Satzung und seine Kleingartenordnung persönlich erhalten, die durch die Gesamtheit der Mitglieder und dem Beschluß über die Annahme in der Mitgliederversammlung für jeden Gartenfreund gilt! Keiner kann sagen, daß er nichts gewußt hat, er kann in seinen Unterlagen alles nachlesen, denn dort ist alles klar geregelt!

In dem, seit Januar 1994,monatlich erscheinenden und in allen fünf Schaukästen aushängenden „Wettin - Brückeninfo“ werden durch den ersten Vorsitzenden Neuerungen für den Verein, Ratschläge, Hinweise und Glückwünsche den Gartenfreunden nahe gebracht. Dies bedeutet ebenfalls eine stundenlange Arbeit für das Gemeinwohl des Vereins. Eine weitere große Arbeit stellt jedes Mal die Vorbereitung der alljährlichen Mitgliederversammlung dar. Die Rechenschaftsberichte und die anderen Dokumente brauchen viel Zeit. Da kann es schon einmal vorkommen, daß die Ehefrau böse wird und behauptet, der Ehemann sei nicht mit ihr, sondern mit dem Gartenverein verheiratet!

                                                                                                                

 20. Vereinsjubileum 

Am 31.Mai 1996 fand anläßlich unseres 10.Gründungstages eine Feierstunde mit verdienstvollen Vereinsmitgliedern in der Vereinsgaststätte „Mariengrund“ e. V. statt. Als Gäste konnten wir die Schatzmeisterin Frau Dilsner und den 1.Vorsitzenden des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner e. V. Herrn Weiner begrüßen. In seiner Festansprache würdigte Gartenfreund Zeibig, als langjähriger erster Vorsitzender, die Verdienste der Vereinsmitglieder bei der Gründung und dem Aufbau des damaligen Neuaufschlusses „Wettinbrücke“.

Stellvertretend für viele ehrenamtliche Helfer der „Gründungsphase“ zeichnete er die Gartenfreunde Mützelburg und Sturzbecher mit einem Blumenstrauß aus. Der Vorsitzende des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner e.V. Herr Weiner würdigte in einer Grußansprache das Werden und Wachsen unserer Kleingartenanlage, die als letzte Anlage vor der „Wende“ durch den damaligen VKSK gegründet worden ist. Für seine Verdienste bei der Errichtung und der Gestaltung zeichnete er Gartenfreund Zeibig mit einem Wandteller, einer Urkunde und dem Ehrenabzeichen „Für Verdienste im Kleingartenwesen“ in Gold aus.

Die durch eine Anlagenbegehung ermittelten wir erstmalig die „Vorbildlichen Gärten“ 1996.

Eine Auszeichnung konnten

Frau Glathe Nr.: 59,

         Frau Watzlawik Nr.: 20 sowie

Herr Träger Nr.: 22

in Form von einem Blumenstrauß und einem Wandteller erhalten.

Ausschlaggebend waren dafür eine gute kleingärtnerische Nutzung, die Pflege der Anliegerwege, die Ordnung und Sauberkeit im Garten sowie der Gesamteindruck. Diese Form der Ehrung von verdienstvollen Gartenfreunden wollen wir als Tradition in jedem Jahr wieder durchführen! In einer zwanglosen Unterhaltung des Vorsitzenden mit den Gästen des Stadtverbandes kam auch unsere Praxis der Rückzahlung der Umlage, die zum Aufbau des Neuaufschlusses eingezahlt wurde, zur Sprache. Beide Funktionäre haben uns daraufhin aufgefordert, sofort mit dieser Praxis zu brechen, da dies ein Verstoß gegen die Gemeinnützigkeit ist. Das Geld wurde ja damals verbaut und steckt im Wert der Gartenanlage! Auch in unserer Satzung steht in keinem Paragraphen, daß Geld beim Ausscheiden aus dem Verein zurückgezahlt werden muß. Ab sofort wird kein Gartenfreund, bei einem Ausscheiden aus dem Verein, Geld zurück erhalten!

Ein gemeinsames Abendessen mit guter Unterhaltung rundete die offizielle Festveranstaltung unseres Vereins ab.

Für Samstag, den 1.6.1996 war unser Jubileumsgartenfest angesetzt.

Für unsere Kinder wurde, angefangen von einer Zauberschau bis zu einer Hüpfburg, vieles geboten.

Ein Höhepunkt für die Erwachsenen war der kostenlose Auftritt der beliebten, aus Funk und Fernsehen bekannten Kabarettistin und sächsischen Mundartsprecherin Fridel Hönisch. Die „große alte Dame“ des sächsischen Humors begeisterte, trotz ihres hohen Alters, viele unserer Gartenfreunde. Sie wirkte auf uns noch sehr agil und frisch. Man merkt ihr an, daß sie die öffentlichen Auftritte braucht und den verdienten Beifall genießt. Als Dankeschön überreichte unser Vorstandsmitglied Gartenfreund Motz, der diesen Auftritt organisierte, Frau Hönisch einen Präsentkorb mit Leckereien und Näschereien sowie einen Blumenstrauß.

Eine mit viel Liebe und großem Einsatz von Freizeit durch den ersten Vorsitzenden vorbereitete und mit Dokumenten der „Gründerzeit“ zu Ehren des Anlagenjubileums errichtete Ausstellung, wurde in den drei Wochen, wo sie in der Gemeinschaftslaube zu sehen war, durch viele Gartenfreunde und Gäste gesucht. Eine „Festschrift zu Ehren des 10.Jahrestages der Gründung der Kleingartenanlage Wettinbrücke“ wurde ebenfalls erstellt und den Gartenfreunden kostenlos zur Verfügung gestellt.

Für die Öffentlichkeitsarbeit schrieben Gartenfreund Motz einen Artikel über unser Vereinsjubileum und das Kinder- und Sommerfest für den „Leipziger Gartenfreund“ dem Organ des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner e.V. und der erste Vorsitzende Gartenfreund Zeibig schrieb einen Artikel für das „Viadukt“, das Mitteilungsblatt des Bürgervereins Möckern - Wahren.

Wir wollten uns damit im Stadtverband und auch im Stadtbezirk etwas bekannter machen. Das restliche Jahr verlief ohne weitere größere Höhepunkte.

  

Der Vorsitzende des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner e.V. Herr Weiner zeichnet den 1. Vorsitzenden Gartenfreund Zeibig mit dem Ehrenabzeichen          

„Für Verdienste im Kleingartenwesen“ in Gold, einer Urkunde und einem Wandteller  aus.

 

Herr Krause, Frau Frantzius, Herr Baumgärtner, Frau Schob und Frau Zeibig

(von links nach rechts) in fröhlicher Runde beim Fachsimpeln.

 

Die Zaubershow                                                      Fridel Hönisch in ihrem Element

 

Auszeichnung von Gartenfreund Karl Träger ? als „Bester Kleingärtner 1996“

                                                                                                                          

21. Das Jahr danach

Das Jahr 1997 brachte uns ein gutes Gartenjahr mit einem heißen Sommer, aber auch der Jahrhundertflut im Oderbruch.

Was nach der letzten Jahreshauptversammlung unmöglich erschien, wurde doch wahr: Es fanden sich Gartenfreundinnen, welche das Kinderfest in eigener Regie und Verantwortung für Samstag, den 12. Juli organisierten und durchführten. Der Vorstand beteiligte sich nur durch die Werbung und durch materielle Hilfe am Gelingen der „Kinderparty“.

Am Samstag, dem 26.Juli fand unser „Lagerfeuerfest“ für die Erwachsenen mit Bockwurst, Bier und Musik auf dem Park- und Lagerplatz des Vereins statt.

Die Tischtennisplatte auf der Terrasse vor der Gemeinschaftslaube wurde immer rege durch die Kinder und am Abend auch durch die Erwachsenen benutzt.

Auf der Spielwiese errichteten wir einen Mast mit einem Basketballkorb und Hülsen für Halterungen von einem Federballnetz.

Die ehemals weiße Papplaube, unserer Lagerschuppen, drohte durch die Witterungseinflüsse und die Arbeit der Spechte, völlig zu verkommen.

 

Die Gartenfreunde Fötsch, Pippow und Manfred Richter verkleideten sie deshalb mit Brettern, so daß sie wieder über mehrere Jahre funktiontüchtig ist.

Innerhalb der Gartenbegehung zur Kontrolle einer kleingärtnerischen Nutzung wurden auch wieder drei Gärten ausgewählt, welche dieser Zielsetzung am Besten entsprachen

Wir zeichneten die Gartenfreunde   Bihn Nr.:  63,

                                           Geiger Nr.:  38                                          

 

                               sowie Pohling Nr.:  15

mit einer Ehrenurkunde, einem Gutschein für den Baumarkt und einem Trockenblumenstrauß aus.

Mit anderen Gartenfreunden, welche für nicht ordnungsgemäße kleingärtnerische Nutzung im öffentlichen Protokoll der Gartenbegehung genannt wurden und darüber ein persönliches Gespräch stattfinden sollte, gab es vor diesem Gespräch untereinander heiße Diskussionen, weil sie sich angeblich nicht gerecht beurteilt fühlten.

Nach den persönlichen Gesprächen glauben wir, nun allen Gartenfreunden die Bedeutung von kleingärtnerischer Nutzung im Kleingarten übermittelt zu haben. Man versprach uns 1998 Veränderungen bei der Gartengestaltung vorzunehmen. Probleme in Form von liederlich vorgefundenen Gärten wurden ebenfalls in persönlichen Ortsterminen angesprochen und protokollarisch mit fester Terminstellung zur Beseitigung der Mängel aufgefordert.

Unser Land wurde nach einem Rückgabeantrag der Erbengemeinschaft nach Fuchs - Nordhoff zurückgegeben. Die ehemaligen C - Flächen werden B – Flächen, weil die Eigentümer für all ihr Land Pacht kassieren wollen. Dies bedeutet für jeden Pächter eine zusätzliche Pacht für 83 qm Gemeinschaftsflächen. Wir werden 1998 nun den höheren Satz von 0,24 DM für Pachten, plus 0,01 DM Verwaltungspfennig, plus 0,03 DM für öffentliche Lasten  bezahlen müssen.

Aus dem Fonds des Grünflächenamtes Abteilung Kleingärten beantragten wir drei Bänke für den Spielplatz bzw. für einen Ruheplatz innerhalb des Wegenetzes und erhielten diese auch geliefert und durch ABM - Kräfte eingebaut. Zur Reparatur des durch Regen stark ausgespülten Wegenetzes konnten wir ebenfalls über das Grünflächenamt, unentgeltlich Steinsand erhalten und damit Teile des Wegenetzes reparieren.

In unserem Verein ereigneten sich im Jahr 1997 auch erstmals Brände! Die Laube von Gartenfreund Burkert Nr.: 81 brannte, vermutlich durch Brandstiftung völlig ab und beim Gartenfreund Manfred Thenau Nr.: 10 konnte ein Brand, der durch Leichtsinn eines Bekannten entstanden war, durch beherzte Gartenfreunde gelöscht werden.

Auch wurde unser Verein, wie viele andere Vereine des Stadtgebietes Leipzig, von Diebstählen und Vandalismus heimgesucht. Viele Gartenfreunde sind dann von den Leistungen der Versicherungen enttäuscht, aber die gewöhnlichen Leistungen z.B. der EA - Generali Rahmenversicherung beinhalten nur bestimmte Kriterien an Leistungen. Will man höhere Versicherungsleistungen erhalten, muß man selbst eine Erweiterung, mit natürlich höheren Beiträgen, abschließen.

Ein großes Problem waren in diesem Jahr wieder die Verunreinigungen der Wege und Grünflächen durch die Hunde unserer Gartenfreunde. Diese fühlen sich - wie auch auf den Straßen - überhaupt nicht für ihre Tiere verantwortlich. Hat sich ein Tier erleichtert, bleiben eben die Haufen liegen! Egal, was in der Stadtordnung oder in unserer Kleingartenordnung darüber steht!    Die illegale Müllentsorgung macht uns in jedem Jahr Kopfzerbrechen und verursacht der Gemeinschaft immer wieder große Kosten. In der Jahreshauptversammlung am 22.11.1997 wurde dieses Problem öffentlich angesprochen und die verantwortungsbewußten Gartenfreunde aufgefordert wachsamer gegen die Umweltsünder zu sein und Verstöße dem Vorstand zu melden. Wenn persönliche Aussprachen nichts nützen, werden wir auch vor einer Anzeige beim Amt für Umweltschutz nicht zurückschrecken und auch unsere Möglichkeiten, die uns unsere Kleingartenordnung und unsere Satzung gestatten, voll ausschöpfen!

                                                                                                                      

22. Neunzigster Jahrestag der Gründung des „Verbandes der Garten- und Schrebervereine“, Sitz Leipzig

Am 14. November jährte sich der 90.Gründungstag des Verbandes der Garten-   und Schrebervereine, Sitz Leipzig, des Vorläufers des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner e.V. Die Festveranstaltung fand im Festsaal des Neuen Rathauses zu Leipzig statt. Als Gäste konnten Vertreter aller in der Stadtverordnetenversammlung vertretenen Parteien, Bürgermeister Wolfgang Tiefensee, als Vertreter des Landesverbandes Sachsen Vizepräsident Rudolf Trepte sowie viele Delegationen aus dem gesamten Bundesgebiet begrüßt werden.

Auszug aus der Festschrift des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner e.V.: 

Am 14. November 1897 wurde im Vereinshaus des Südostvorstädtischen Gartenvereins „Flora II“  e.V., Leipzig der „Verband von Garten- und Schrebervereinen  e. V., Sitz Leipzig“, gegründet. Er verstand sich zugleich als „Landesverband für Sachsen, Thüringen und Anhalt“. Im gleichen Jahr erweiterte sich der am 4.März 1891 gegründete „Verband Leipziger Schrebervereine e.V.“ zum „Allgemeinen Verband der Schrebervereine e.V.“. Eineinhalb Jahrzehnte rangen beide Verbände in Leipzig um das Profil der Garten-  und Schrebervereine und ihren Einfluß auf Vereine,

Kommunen und Öffentlichkeit. Diese Ereignisse des Jahres 1897 spiegelten den komplizierten Prozeß der Umwandlung von Erziehungsvereinen mit einer kleingärtnerischen Komponente zu Kleingartenvereinen mit einer ausgeprägten erzieherischen Komponente. Dabei spielten zunächst materielle Interessen eine Rolle. Der Verband erhielt auf Beschluß der Leipziger Stadtverordneten als Belohnung -  für Leistungen auf dem Gebiet der Jugendpflege -  finanzielle Zuwendungen. Auch durch Privatleute wurde der Verband mit Geld bedacht. Da auch vor 90 Jahren die Kommunen über mangelnde  finanzielle Mittel  klagten, ging eine Aufnahme von neuen Vereinen zu Lasten der alten.

Doch die Zukunft gehörte dem 1907 gegründeten „Verband von Garten- und Schrebervereinen e. V.“,  der Gartenarbeit den gebotenen Platz einräumte, die Stadtgrenzen überschritt und für eine Vereinigung im nationalen Maßstab eintrat.

1909 beteiligte er sich mit über 40 Vereinen und 1650 Mitgliedern aktiv an der auf Initiative von Alwin Bielefeld, dem Begründer der Arbeitergarten

anlagen des Deutschen Roten Kreuzes, einberufenen Gründungskonferenz des „Zentralverbandes deutscher Arbeiter- und Schrebergärten e. V.“. Es bedurfte der Erfahrungen der nach dem 1. Weltkrieg eintretenden Veränderungen im deutschen Kleingartenwesen, ehe die verfeindeten Verbände  auf  einander zugingen und sich am 17. Dezember 1919 zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammenschlossen. Spannungen und Mißtrauen hielten aber an. Erst nach Gründung des „Reichsverbandes der Kleingartenvereine Deutschlands“  e. V. am 21. August 1921 in Bremen siegte die Vernunft. Der entscheidende Tag war der 5.Februar 1922. Im Restaurant des Leipziger Hauptbahnhofes versammelten sich Vertreter von 74 Vereinen, dem „Kreisverband der Garten- und Schrebervereine“ - dem Nachfolger des 1907 gegründeten Verbandes - und von 16 Vereinen, die dem „Verband Leipziger Schrebervereine“ angehörten, um die Verschmelzung zu vollziehen!

Soweit ein Ausflug in die Geschichte der Bildung unserer Kleingartenvereine! Ein festliches Bankett, mit allen Teilnehmern der Festveranstaltung im Ratskeller der Stadt Leipzig, beschloß dieses historische Ereignis für die Kleingartenbewegung Deutschlands.  

Das Jahr ging auch in unserem Verein weiter.

                                                                                                         

22. Im Jahre 1998

 

 

Das Jahr 1998 begann leider mit zwei Bränden im Verein. Eine große Welle der Sympathie und nachbarschaftliche Hilfe nach den Schadensereignissen zeigt, daß die Gemeinschaft der Kleingärtner unseres Vereins sich gut gefestigt hat und Jeder für den Anderen auch in schwieriger Zeit da ist! Eine Informationsveranstaltung mit der EA-Generali Gartenversicherung wurde organisiert. Herr Lemm von der Versicherungs AG wurde dafür gewonnen.

Im Sommer wurde in Absprache mit dem Vereinsvorsitzenden des KGv „Mariengrund“ e.V., einer Empfehlung des Grünflächenamtes folgend, an unserem „ Amselweg“ der Zaun zum Nachbarverein geöffnet, so daß die Gartenfreunde der beiden Vereine, Gäste und Besucher nun von einem Verein in den anderen gelangen können. Damit wurde in Leipzig wieder ein Stück der grünen Lunge miteinander verbunden.

Auch in diesem Jahr führten wir wieder eine Gartenbegehung zur Kontrolle der kleingärtnerischen Nutzung durch. Es wurden bewertet:

  1. Kleingärtnerische Nutzung - in ausreichender Größe, eigene Kompostbox – Kleingewächshaus - Folienzelt oder Frühbeetkasten vorhanden;
  2. Ordnung und Sauberkeit -  Unkraut, Baumschnitt, Heckenschnitt, Unrat im Garten;
  3. Sauberkeit des halben Weges und der Stichwege;
  4. Optischer Gesamteindruck;

Zum Gartenfest wurden drei Kleingärtner mit einer Urkunde und einem Gutschein für einen Baumarkt als „Bester Kleingärtner 1998“ dafür geehrt, daß sie unseren Kriterien am Besten entsprachen.

Unter der Leitung von drei Vereinsmitgliedern wurde wieder eine „Kinderparty“ veranstaltet. Schminken, Dartspiel, Büchsenwerfen, Sackhüpfen, Familienquiz und eine Mini- Playback- Show begeisterte die Kinder. Den Abschluß bildete, bei strömenden Regen, ein Lagerfeuer. 

Am 22. 8. Führten wir auch für die Erwachsenen ein Sommerfest durch. Am Nachmittag wurde ein Skatturnier durchgeführt. Abends wurde, da es leider regnete, improvisiert. Auf die  Terrasse vor der Gemeinschaftslaube brachten Gartenfreunde große Partyschirme aus ihren Gärten für trockene Plätzchen. Bänke und Tische wurden kurzerhand in die Gemeinschaftslaube gebracht. Als der Regen etwas nachließ, konnten wir auch draußen stehen um der Musik zu lauschen, die unser „Diskjockey“ Gartenfreund Knipping darbot und zu tanzen. Die Showeinlagen unseres Gartenfreundes Motz als „Mister – X“ alias Harald Junke, Wolfgang Petry und verschiedenen Countrysängern waren unbestritten der Höhepunkt des Abends. Alle Anwesenden waren erstaunt über die Parodien, die Tanzeinlagen und das perfekte optische Verwandeln in den jeweiligen Künstler.

 

                   Gartenfreund Wolfgang Motz als „Mister – X“.

       Im Hintergrund Gartenfreund Hartmuth Knipping als „Diskjockey“.

                            Den Zuschauern hat es gut gefallen!

                                                                                                                   

24. Wir werden privatisiert.

Am 18. 8. fand eine Besprechung mit anschließender Gartenbegehung

mit dem privaten Verpächter der Vereine „Burgaue“ e.V. und „Wettinbrücke“ e.V. statt. Im Abschluß konnte der Stadtverband Leipzig der Kleingärtner e.V. mit dem Sprecher der Erbengemeinschaft nach  Freiherrn von Fuchs – Nordhoff einen Pachtvertrag für die genannten Vereine abschließen. Seit Anfang November dieses Jahres hat unser Verein nun erstmalig einen eigenen Zwischenpachtvertrag vom Stadtverband Leipzig der Kleingärtner e.V. erhalten!

Zur Unterhaltung und zur Reparatur am Vereinseigentum führten wir 10 organisierte Arbeitseinsätze durch. Unzählige Arbeitsstunden wurden darüber hinaus durch Mitglieder und dem Vorstand zum Wohle des Vereins geleistet. Zum Jahresabschluß wurde noch ein Container bestellt, mit Müll beladen und abgefahren.

Am 14. 11. fand unsere Jahreshauptversammlung statt, auf der der Vorstand Rechenschaft über seine geleistete Arbeit gab, die neuen Arbeitsentschließungen, der Finanzplan sowie andere Dokumente für 1999 beschlossen wurden und anschließend der Vorstand von den Delegierten für das Geschäftsjahr 1998 entlastet wurde.

Bis zum 15. Dezember haben wir Termin, um für die Jahre 1996 bis 1998 einen Prüfbericht zur kleingärtnerischen Gemeinnützigkeit für das Grünflächenamt Abteilung Kleingärten zu fertigen. Ab diesem Jahr soll der Prüfbericht aller drei Jahre gefertigt werden.

                                                                                                                   

25. Das Jahr 1999

Am 24. April 1999 erhielten wir vom Grünflächenamt Abteilung Kleingärten die langersehnte „Anerkennung der kleingärtnerischen Gemeinnützigkeit!“

Wir müssen uns immer bewußt sein, daß diese kleingärtnerische Gemeinnützigkeit in jedem Jahr intern wieder erreicht werden muß. Der Vorstand muß sich immer wieder mit Gartenfreunden auseinandersetzen, die glauben aus ihrem Kleingarten einen reinen Erholungsgarten machen zu können und damit gegen unsere Satzung, die Kleingartenordnung und damit gegen das Bundeskleingartengesetz verstoßen.

Am Freitag, dem 2. Juli 18.00 Uhr führte der Vorstand seine alljährliche Gartenbegehung durch. Sechs Gartenfreunde erreichten die Höchstpunkzahl.

Die Gartenfreundinnen Glathe und Watzlawik sowie Gartenfreund Schob konnten zum Sommerfest des Vereins als „Beste Kleingärtner 1999“ ermittelt und ausgezeichnet werden. Eine Gartenfreundin erreichte nur 5 Punkte und der Garten wurde als verwildert und ungepflegt eingestuft. Sie wurde persönlich angeschrieben und angemahnt den Garten bis zum 31. 8. 1999 wieder gemäß unseren Vereinsdokumenten zu pflegen und die angemahnten Punkte in Ordnung zu bringen!

                                                                                     

26. Kinder- und Sommerfest

Die wochenlange Vorbereitung des diesjährigen Kinder- und Sommerfestes unseres Vereins hatte am Samstag, dem 17. Juli 1999 dem letzten Wochenende vor den Sommerferien in Sachsen, seinen Höhepunkt und Abschluß. Die ganze vorherige Woche wurde der Festplatz aufgebaut, Zelte errichtet, Stromleitungen verlegt sowie Getränke und Speisen eingekauft, Aushänge zur Werbung aufgestellt oder ausgehangen. Um einen besseren Überblick über die Teilnehmerzahl zu erhalten, verkauften wir ca. 140 Eintrittskarten für Erwachsene mit einem Bon für eine Wurst, ein Getränk und ein Los sowie ca. 40 Kinderfeststerne mit einem Bon für eine Wurst, ein Getränk, ein Eis und eine Fahrt mit der Parkeisenbahn. Viele Gartenfreunde beteiligten sich an der Abgabe von Artikeln für den Second- Hand- Stand, den Stand mit Gartenprodukten und für die Tombola. Pünktlich 14.00 Uhr erwartete die Kinder auf der Spielwiese eine Bastelstraße, Schminken, Dart, Büchsenwerfen, die Kletterstange, für die im Vorfeld mühsam der Mutterboden ausgeschachtet und Fallsand sowie die Hülse eingebracht werden müßte. Eine Mini- Play- Back- Show und ein Musikquiz  vervollständigten das Kinderprogramm. Zum Abschluß gingen die Kinder zum Auensee und konnten dort zwei runden mit der Parkeisenbahn fahren. Die Musik wurde, wie schon im vergangenen Jahr in frischer Form von Gartenfreund Knipping gestaltet. Die Stationen der Kinder waren durch die Gartenfreundinnen Bihn, Boskugel, Knipping, Maria Müller, Bärbel Richter sowie die Gartenfreunde Raschke, Röwer und Weimann besetzt. Auf dem Pappelweg waren die Stände durch die Gartenfreundinnen Watzlawik und Zeibig besetzt. Am Second- Hand- Stand wurde Kinderbekleidung, Schuhe, Bücher, Schallplatten, CD’s, Musikkassetten, Videos, Spiele und Puzzle sowie Kuscheltiere in allen Größen angeboten, verkauft oder an die Kinder verschenkt. Dazu kamen noch einige Gebrauchsgegenstände. Unsere Tochter Judith war maßgebend an der Vorbereitung dieses Standes beteiligt. Es mußte ja jeder Gegenstand angenommen, gesichtet, begutachtet und ausgepreist werden! Der Stand mit den Gartenprodukten stand unter dem Slogan: „Gartenprodukte frisch aus Deutschland, aus Sachsen, aus unserem Verein, aus unseren Gärten!“ Hier wurden einige ungeprüfte Sämereien, Pflanzen, Gemüse und Kräuter verkauft. Ein auf dem „Pappelweg“ aufgebauter Spielcomputer vom Typ C=64,

unter Betreuung meines Enkels David wurde von den Kindern ebenfalls gut angenommen. Der Computer wurde am Abend versteigert. Alle Einnahmen kamen dem Verein zugute, da alle Artikel von unseren Gartenfreunden, Verwandten, Freunden und Bekannten kostenlos zur Verfügung gestellt wurden. Herzlichen Dank noch einmal auf diese Weise!

Um 19.00 Uhr begann das Fest für die Erwachsenen. Auf dem Park- und Lagerplatz, vor der Stirnseite des Lagerschuppens, war ein Zelt mit einer kleinen Bühne errichtet worden. Im Zelt war die „Technik“ für die Musik, die inzwischen von der Festwiese umgezogen war, für „Mister-X & Co“ aufgebaut worden. Gartenfreund Wolfgang Motz als „Mister- X brachte, wie schon im vergangenen Jahr zum Gartenfest das Publikum vor allem mit seinen Parodien über Johannes Heesters und Wolfgang Petry zum Toben. Viele Zugaben mußte er erfüllen. Große Beifallsstürme dankten ihm für seinen Fleiß beim Erarbeiten der sicher schweren Rollen. Eine gute Bühnenausstattung auf der kleinen Showbühne und die gute Kostümierung brachten auch den gewünschten optischen Eindruck. Zwei kleine Mädchen , Anne Boskugel und ihre Freundin, zeigten uns einen kleinen Showtanz nach der Musik von Nena. Gartenfreund Knipping als „& Co“ lieferte die ansprechende Musik und heizte die Gäste auch mit seinen Versteigerungseinlagen richtig an. Bühneneffekte, wie Nebelmaschine, Lauflichter und farbige Lampen auch für gute Stimmung. Der Lagerschuppen mußte als Verkaufsraum für Getränke, Würstchen, Fettbemmchen, Eis und Schaumwein herhalten. Frau Knipping sowie Familie Fötsch (Mutter, Vater, Kind) verkauften die „Hungerkiller“ und die „Durstlöscher“ in gekonnter Manier. Auf der Terrasse verkauften Herr Zeibig mit seinem Sohn Frank als „Bratwurscht-Maxe“ Bratwürste

Gartenfreund Motz hatte als Gag eine Tombola aufgebaut, bei der alle Lose Gewinne und keine Nieten waren. Er war tagelang damit beschäftigt, Lose zu drehen und die Preise zuzuordnen. Diese waren in großen Maße Spenden unserer Gartenfreunde. In der Gemeinschaftslaube konnten die Kinder und Jugendlichen bis zum Beginn des Lagerfeuers Videos ansehen. Gegen 20.45 Uhr erfolgte die Auszeichnung „Bester Kleingärtner 1999“ durch den 1.Vorsitzenden Gartenfreund Zeibig mit einer Ehrenurkunde und einem Gutschein für einen Baumarkt. 21.00 Uhr wurde das Lagerfeuer entzündet, zu dem wir in diesem Jahr eine Genehmigung erhalten hatten, da es die Waldbrandstufe zuließ. Viele Gartenfreund schleppten im Vorfeld Holz heran und entrümpelten damit auch ihre Gärten. Gartenfreund Ulbrecht betreute das Feuer und hielt es fest unter seiner Kontrolle. Mit vorrücken des Abends trauten sich einige Gartenfreunde sogar zu tanzen !-, aber der überwiegende Teil der Gäste ließ sich nur unterhalten und berieseln! Gegen 1.0 Uhr war Schluß angesagt. Wir löschten das Feuer und bauten die Musiktechnik ab. Der Rest des Festplatzes wurde dann am Sonntag abgebaut. Wie uns Gartenfreunde mitteilten, hat es den Kindern und den Erwachsenen gut gefallen. Mein Dank gilt allen beteiligten Familien für ihre aufopferungsvolle Arbeit bei der Vorbereitung, der Durchführung und dem Abschluß dieser Großveranstaltung.

Herr Köckert  Herr W. Thenau    Herr St. Thenau                   Herr Marziniak mit Ehefrau 

                        Den aufmerksamen Gästen hat es gut gefallen!

 

 

                                Herr Frank Zeibig als „Bratwurscht-Maxe“

 

 

                   Familie Fötsch als „Hungerkiller“ und „Durstlöscher“

          Gartenfreundin Zeibig mit Tochter Judith am Second- Hand- Stand

       

Gartenfreundin Watzlawik am Stand mit den Gartenprodukten

 

       Wolfgang Motz                                Peter, der Sieger der Mini- Playback- Show,

             als                                                           mit dem Schlumpfenlied

       Wolfgang Petry

 

Sportlichkeit war an der Kletterstange gefragt

                             Isabell war ganz oben!

             Einige Gäste wagten sogar ein Tänzchen!

              Gegen 1.00 Uhr war das Lagerfeuer heruntergebrannt

                        und Schluß der Veranstaltung angesagt!

                                                                                      

27. Skatturnier

 

In diesem Jahr führten wir wieder ein vereinsinternes Skatturnier durch. 20 Gartenfreundinnen und Gartenfreunde wetteiferten um Siegerpreise und Urkunden. Am Nachmittag wurden die Sieger gekürt.

 Gartenfreund Buchelt                 Gartenfreund Spoddeck           Gartenfreund Zeibig

                                                                                          

 Gartenfreund Weimann                               Gartenfreund Bär

                                  Gartenfreund Fötsch

                                                                                                     

28. Bodenbeprobung durch UMWELT-Consult e.V.

Wegen möglicher teilweiser Schadstoffbeeinträchtigung durch Weiße Elster, Scherbelberg, ehemalige Färberei- und Chemische Reinigung und das Überschwemmungsgebiet der Auenflußlandschaft gab das Grünflächenamt und der Stadtverband Leipzig der Kleingärtner e.V. den Hinweis in unserem Verein den Kulturboden untersuchen zu lassen. Aus Gründen der Gesundheitsvorsorge nahm der Vorstand unseres Vereins das Angebot von UMWELT-Consult e.V. an.

Es wurden aus drei Anlagenbereichen je 10 Gärten zur Bodenbeprobung festgelegt. Mit einem Handbohrer von 32 cm Durchmesser wurden je aus 30 und 60 cm Tiefe Bodenproben entnommen. Diese wurden als Mischproben auf                             

                               -Schwermetalle

                               -Polycyclische aromatische Wasserstoffe (PAK)

                               -pH - Wert

                               -Humusgehalt (Glühverlust) und

                               -elektrische Leitfähigkeit untersucht.

Die analysierten Daten wurden ausgewertet und dem Vorstand ein aussagekräftiger Bericht mit konkreten Hinweisen und Anbauempfehlungen übergeben.

Die Untersuchungen der Bodenmischproben ergaben, daß eine durchgehende Belastung des Bodens  mit polycyclischen aromatischen Wasserstoffen (PAK) vorliegt. Die Komponente Benzo(a)pyren überschritt in einem Prüfbereich den Prüfwert von 2 mg/kg Trockenmasse. Die Prüfwerte für Blei, Kupfer, Quecksilber und Zink wurden ebenfalls überschritten. Aus Vorsorgegründen erfolgte nun noch einmal eine Nachbeprobung des Einzelprüfbereiches. Die Ergebnisse zeigten nun, daß besonders drei Gärten belastet sind. Deren Pächter wurden schriftlich benachrichtigt und Anbauempfehlungen gegeben.

                                                                                                              

28. Jahreshauptversammlung 1999

Da in diesem Jahr Vorstandswahlen angesagt waren, erfolgte wieder eine öffentliche Ausschreibung für die ehrenamtliche Arbeit im zukünftigen Vorstand. Leider kamen aus den Reihen der Mitglieder keine Vorschläge. Der amtierende Vorstand schlug einen Gartenfreund vor, der sich auch bereit erklärte im Vorstand mitzuarbeiten. Bei der Wahlhandlung erhielt der alte Vorstand für weitere zwei Jahre das Vertrauen der Teilnehmer der Jahreshauptversammlung. Gartenfreund Uwe Hofmann wurde als neuer Beisitzer ebenfalls in den Vorstand gewählt. Er wird die Arbeit im Vorstand sicher mit neuen Ideen bereichern.

                                                                                          

29. Das neue Jahrtausend

Das neue Jahrtausend ist da. Ohne spektakuläre

Reaktionen, ohne Computerchaos, der allerorts vorausgesagt wurde, einfach nur da! Wünschen wir uns vom neuen Jahrtausend, daß es ein friedliches Jahrtausend werden möge. Alle Konflikte in der Welt sollten friedlich ausgetragen werden. Die Armut in der Welt und die großen Krankheiten sollte verschwinden oder wenigstens gemindert werden. Warten wir es ab, was es uns wirklich bringt!

                                                                                                               

30. Plötzlicher Abschied von Karl Träger ?

Nach Beginn der Gartensaison  mußten wir einen schmerzlichen Verlust hinnehmen!

Unser ehemaliges langjähriges Vorstandsmitglied

Gartenfreund Karl Träger war am Ostersonntag nach langer schwerer Krankheit und oftmaligem Krankenhausaufenthalt verstorben!

Er wurde schon zur Gründung der Gartenanlage im Mai 1986 in den Vorstand gewählt. Als Diplomjurist hatte er den Vorsitz im damaligen Konfliktausschuß des Vereins übernommen. Dem Vorstand, insbesondere dem 1. Vorsitzenden, stand er mit seiner fundierten Rechtskenntnis beim Aufbau der Kleingartenanlage stets beratend zur Seite. Auch nach der Wende, der Übernahme der Gesetze der Bundesrepublik Deutschland und der Gründung des Kleingartenvereins „Wettinbrücke“ e.V. erarbeitete er sich, trotz sich anbahnender Krankheit, neues Wissen zum Wohle des Vereins.

Wir werden Karl Träger stets im ehrenden Gedächtnis bewahren. Er hinterläßt im Verein eine schmerzliche Lücke! 

                                                                                                              

31. Das Gartenjahr 2000

beginnt im Mai sofort mit Sommertemperaturen. Die frühen Baumblüten von Aprikosen, Pfirsichen und Kirschen werden von Nachtfrösten und übermäßiger Nässe verschont. Es deutet sich bei diesen Kulturen eine gute Ernte an. Die Sonnen- und Dürrezeit des Frühsommers wird bei den Bauern nicht gern gesehen werden. Bei Getreide und Kartoffeln wird es zu Ertragseinbußen kommen. Im eigentlichen Sommermonat Juli hingegen, werden wir mit kaltem feuchtem Wetter konfrontiert. Da fragt sich so mancher, war das schon alles mit dem Sommer in diesem Jahr?

Hoffen wir auf den August und den Herbst!

                                                                                                            

32. Gartenbegehung

Mit fünf Vorstandsmitgliedern machen wir uns in diesem Jahr auf den Weg durch den Verein, um eine Kontrolle der geforderten kleingärtnerischen Nutzung der Parzellen durchzuführen und bei dieser Gelegenheit die drei „Besten Kleingärtner 2000“ zu ermitteln. Nach 2 ½ anstrengenden Stunden und anschließender Diskussion konnten wir feststellen, daß 11 Gartenfreunde die höchstmögliche Punktzahl erreichten. Aus denen wir die drei „Besten Kleingärtner 2000“ bestimmten. Zum großen Teil sind unter den 11 „Besten“ Gartenfreunde, die schon in den vergangenen Jahren sehr gut abgeschnitten hatten. Wir wollen aber auch nicht verschweigen, daß es fünf Gartenfreunde gibt, die eine geringe Punktzahl erreichten, weil der Garten nicht den Erfordernissen entspricht. Ein Gartenfreund muß deshalb schriftlich angemahnt werden, seinen Garten wieder einmal „auf Vordermann“ zu bringen! Obwohl er seinen Garten abgeben will. Der Wert des Gartens geht aber zurück und die Nachbarn werden durch den Unkrautwuchs belästigt

                                                                                                        .   

33. Der Abschluß der Bodenbeprobung

mit der Analyse der Nachbeprobung wurde uns am 13.4.00 zugestellt. Die Resultate wurden den einzelnen betroffenen Gartenfreunden mit den Schlußfolgerungen und entsprechenden Vorschlägen persönlich übergeben.

In einer allgemeinen Analyse, mit einer Hochrechnung und Schlußfolgerung für das gesamte Vereinsgelände kann der Vorstand einschätzen:

Da vermutlich das gesamte Vereinsgelände durch Aufschüttungen mit den unterschiedlichsten Materialien sowie Altlastenverdachtsmomenten durch die Weiße Elster (Überschwemmungsgebiet), einer ehemaligen Deponie, der Firma „Eismeier“ und der „Leipziger Färberei und chemischen Reinigung“ können wir davon ausgehen, daß die gesamte Anlage mit Schadstoffen belastet ist. Es wurden verschiedene Schwermetalle, polycyclische aromatische

Wasserstoffe sowie leichtflüchtige hologenierte Kohlenwasserstoffe analysiert. Sie stammen z.B. von Kraftfahrzeugen oder Heizkraftwerken oder basieren auf Materialien die zum Auffüllen des Geländes verwandt wurden, wie z.B. Trümmerschutt oder Schlacke.

Wir müssen also die Schlußfolgerung ziehen, daß wir aus Sicherheitsgründen, wie teilweise für die besonders betroffenen Gärten von der UMWELT Consult e.V. vorgeschlagen wurde, besonders auf den Anbau von tiefwurzelnden Pflanzen wie Möhren, Schwarzwurzel und Spargel zu verzichten. Bei Wachstumsstörungen an Pflanzen wird das Anlegen von Hochbeeten empfohlen. Mit der leichten Belastung des Bodens müssen wir leben.

                                                                                                    

34. Kinder- und Sommerfest

Die wochenlange Vorbereitung des diesjährigen Kinder- und Sommerfestes unseres Vereins hatte am 8.Juli 2000, dem letzten Wochenende vor den Schulferien in Sachsen seinen Höhepunkt erreicht und mit der Durchführung seinen Abschluß gefunden. In der Woche davor wurde der Festplatz aufgebaut, Zelte errichtet, Stromleitungen verlegt, eine kleine Bühne gebaut, Speisen und Getränke eingekauft sowie Werbung aufgestellt oder ausgehangen. Wir verkauften ca. 90 Karten für die Erwachsenen sowie ca. 35 Kinderfeststerne. Einige Gartenfreunde sowie Verwandte und Bekannte beteiligten sich an der Sammelaktion für unseren Stand mit Gartenprodukten und den Second- Hand- Stand sowie die Tombola ohne Nieten. Ein schon im Dezember des Vorjahres bestellter Imker hatte einen weiteren Stand mit einer Schaubeute und lebendigen Bienen sowie mit käuflich zu erwerbenden Bienenprodukten auf unserem „Pappelweg“ aufgebaut. Viele Besucher sah man mit großem Interesse an diesem Stand. Herr Geppert erklärte anschaulich und immer wieder geduldig, wissenswertes über die Bienenzucht und den großen Nutzen der kleinen Helfer des Kleingärtners. Die beiden anderen Stände wurden allein von Frau Zeibig betreut. Am Second- Hand- Stand gab es wieder Kinderkleidung, Bücher, Musik- CD `s, Videos, Gesellschaftsspiele, Puzzle sowie Kuscheltiere und gespendetes Büromaterial und Arbeitsgeräte für den Garten. Der Stand mit Gartenprodukten stand wieder unter dem Slogan: „Gartenprodukte frisch aus Deutschland, aus Sachsen, aus unserem Verein, aus unseren Gärten!“

Die Kinder erwartete auf der Spielwiese eine Bastelstraße, Schminken, Elektronik- Dart, Büchsenwerfen, die Kletterstange sowie ein Geschicklichkeitsparcour mit einem Modelljeep. An allen durchlaufenen Stationen konnten die Kinder Punkte sammeln. In drei Altersklassen wurden am Abend je drei Sieger geehrt. An den Stationen gab es nur einen Trostpreis. Der Abend begann 19.00 Uhr auf dem Park- und Lagerplatz mit einem solistischem Auftritt von David Roßmann am Keyboard. Er brachte Musik von den Prinzen, Karat sowie bekannte Filmmusik zu Gehör.

Die Unterhaltungsmusik hatte in diesem Jahr Herr Zeibig mit vorhandener eigener Technik und Musikkonserven übernommen. Natürlich konnte nicht  jeder vorgetragene Musikwunsch nach einem besonderen Titel erfüllt werden, aber Musik wie „Anton aus Tirol“ wurden immer wieder gefordert.

Die Gemeinschaftslaube war in mühevoller Arbeit zur Verkaufsstelle umgebaut worden. Die Versorgung mit Speisen und Getränken hatten, wieder in gekonnter Manier, Familie Fötsch übernommen. Herr Klepzig und später Familie Arnold grillten und verkauften Bratwürste mit Brötchen.

20.00 Uhr begann die Ausgabe der Gewinne unserer Lotterie ohne Nieten. Herr Hofmann stellte in diesem Jahr die Tombola vorwiegend aus Spenden zusammen. Viele Preise wurden dankenswerter Weise von Herrn Schmidt, Herrn Burkert und Herrn Frank Zeibig zur Verfügung gestellt. Gegen 21.00 Uhr brannten wir das angemeldete Lagerfeuer an. Bis ca. 1.00 Uhr wurden die Gäste mit Musik, Speisen und Getränken versorgt. Danach schlossen wir die Veranstaltung und löschten das Lagerfeuer ordnungsgemäß.

 

Unser Lagerfeuer 2000                               Frau Frantzius und Herr Zeibig bei  der Auszeichnung als

                                                                                 „Bester Kleingärtner“ 2000

                         Der Imkerstand mit Imker Heinz Geppert und Herrn Zeibig

                       Frau Zeibig an ihrem Second- Hand- Stand und dem Stand mit den Gartenprodukten

                                            Die kleinen Maler

                Der Geschicklichkeitsparcour mit dem Modelljeep

 

                                                                                                                   

35. Sicherheitspartnerschaften

Als Ergebnis einer Zusammenarbeit von Vereinen, Polizei, Stadtverband und Versicherung zu den immer wieder auftretenden Diebstählen und dem damit verbundenen Vantalismus entstanden sogenannte Sicherheitspartnerschaften.

Ein Ergebnis ist ein Faltblatt, das jeder Gartenfreund erhält in dem unter der Losung „Sicherheit hat immer Saison“ wichtige Punkte zusammengetragen wurden.

                                                                                                            

36. Jahreshauptversammlung 2000

Unsere Jahreshauptversammlung wurde am 18.11.2000 um 10.00 in der Vereinsgaststätte „Mariengrund“ e.V. durchgeführt. Von 84 Gärten waren leider nur 28 Gartenfreundinnen und Gartenfreunde dazu anwesend. 7 Gartenfreunde hatten sich vorher entschuldigt, daß sie nicht teilnehmen könnten.

Es wurden die Berichte des Vorstandes, des Revisors sowie der Strom- und Wassergemeinschaft vorgetragen, die neue Ordnung zur Entnahme von Strom und Wasser aus den Gemeinschaftsanlagen vorgestellt, zur Diskussion gesprochen und über die Entlastung des Vorstandes sowie die vorgestellten Beschlußvorlagen abgestimmt.

In diesem Jahr haben 3 Gärten ihre Pächter gewechselt.

37. Schlußwort

Ich habe im bisherigen Teil der Chronik versucht, mit meinen Worten die Geschichte der Kleingartenanlage lebendig zu halten, um nachfolgenden Generationen einen Einblick in die Historie der Jahre 1986 bis 2000 zu ermöglichen. Damit soll der 15. Jahrestag der Gründung der Kleingartenanlage und alle Menschen, die in dieser Zeit zum Wohle der Anlage gewirkt haben gewürdigt werden. Ich möchte  mich bei allen Beteiligen dafür bedanken!

 

Joachim Zeibig