Liebe Gartenfreunde,

auf Initiative des Vorstandes wurde den Koniferen der Kampf angesagt, es gibt natürlich noch Nachzügler, machen wir einfach weiter, auf dem Weg der Sicherung unseres Statuses „Gartengemeinschaft mit gesicherter kleingärtnerischen Nutzung“. Wir alle wissen dazu gehören auch unsere Hecken. Aus gegebenen Anlass melde ich mich mit dem 2. Teil des Heckenschnittes, dem 

Winterschnitt.

Nur dieser Schnitt gibt uns die Möglichkeit, die geforderte Wuchshöhe von 1,20m ohne Schaden für die Hecke zu erreichen. D.h. die Winterschnitthöhe sollte 1,10m nicht überschreiten.

Hier die Fachansicht aus „Geschnittene Hecke“:

Winterschnitt

Hier ist der späte Winterschnitt etwa Ende Februar, bevor die Schnittstellen durch den wieder einsetzenden Saftstrom im Frühjahr bluten, zu empfehlen. Die Schnittebenen sollten nach den Maßen ausgerichtet werden, die diese Hecke behalten soll. In diesem scharf geschnittenen Zustand bleibt die Hecke bis zum Neuaustrieb im Mai als sehr strenges Gartenelement stehen. Das Profil soll konisch sein. Aufgrund der besseren Saftverteilung in den Pflanzen sollte die Hecke einen Anlauf von 10% haben, d.h. bei 1,20m Höhe im unteren Bereich auf jeder Seite 12cm Breiter sein als oben. Die obere Breite sollte 12-15cm kaum überschreiten. Somit wäre die Gesamtbreite am Fuß ca. 45cm.

Bedingt durch die starke Spitzenförderung aller Gehölze muss das breitere Wachsen der Krone (Überbauen) verhindert werden. Zu starkes Überbauen beeinträchtigt den Wuchs der unteren Zweige. Sie werden mit Assimilaten nicht mehr genug versorgt und sterben ab. Die Hecke wird unten kahl und verliert damit die vorgesehene Funktion. Deshalb sollte beim Winterschnitt mit der Rosenschere oder der Astschere eine zusätzliche Reduzierung der Krone vorgenommen werden.

(Pillnitzer Ergebnisse der Sächsischen Landesanstalt für Landwirtschaft, Freistaat Sachsen)

 

Euer Gartenfachberater